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Publishing Report BERICHT
LIFE THROUGH MARS: XML BRINGT LEBEN INS PDF
Adobes Mars-Projekt vereint die Vorteile von XML und PDF, ohne die Nachteile zu übernehmen. So werden ganz neue, hochflexible Publishing-Prozesse möglich.
PDF und XML: Unterschiede Das PDF (Portable Document Format) ermöglicht die plattformunabhängige Darstellung und Verarbeitung von Dokumenten. Vorteil: Die Inhalte werden überall exakt so dargestellt, wie sie in der Quell-Applikation formatiert wurden. Mitunter ein Nachteil: Grafiken, Bilder, die Typografie und Farben sind statisch integriert. Das bedeutet, in einem PDF-Dokument sind der Content und die Darstellung stark aneinander gekoppelt. Die XML (eXtensible Markup Language) funktioniert genau entgegengesetzt. Sie trennt den Inhalt von der Visualisierung. Dabei zeichnet XML den Content mit sogenannten Tags aus. Wie der Inhalt schließlich dargestellt wird, hängt einzig und allein von der verarbeitenden Applikation und der Zielplattform ab. Vorteil: Ein XML-Dokument kann sowohl in einem Web-Browser als auch in einem Office-Programm und in einer professio-
nellen Layout-Applikation wie InDesign funktionieren. Seine Darstellung wird aber – im Gegensatz zu PDF – überall unterschiedlich sein. Die ersten XML-Strukturen in PDF In der Entwicklungsgeschichte des PDF standen mit der Acrobat-Version 4 erstmals Formularwerkzeuge zur Verfügung. Damals wurden bereits die ersten XMLStrukturen eingeführt – in Form von fdf (Forms Data Format). Auf diese Weise konnte man den Inhalt, der in ein PDF-Formular eingegeben wurde, an einen WebServer übertragen. Acrobat 5 erweiterte das fdf schließlich zu xfdf und machte es damit zum reinen XML. Die Acrobat-Version 5 stellte auch einen Fortschritt in der „kollaborativen Zusammenarbeit“ dar:
Abstimmungsprozesse konnten nun mit Kommentaren in PDF-Dokumenten abgewickelt werden – per E-Mail, WebDav und Browser. Die PDF-Kommentare wurden in XML codiert. Auch die interne Repräsentation von Metadaten wurde in dieser Phase auf Standard-XML umgestellt. Die Bedeutung dieser XML-basierenden Metadaten wurde später in Acrobat 6 durch die Einführung von XMP massiv vergrößert. Dank XMP war es nun möglich, Urheberrechte, Kameradaten und viele Detailinformationen an Dokumente zu hängen. Mit dem Zusatzmodul „Accessibility“ konnten bereits in Acrobat 5 Inhalte von PDF-Dokumenten mit Tags versehen werden, Bilder mit alternativen Texten. Die Lesereihenfolge konnte auf Seitenebene festgelegt werden und ScreenreaderProgramme waren erstmals in der Lage, mehrspaltigen Text sinnvoll elektronisch vorzulesen. u