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Publishing Report BERICHT
DAS INTERNET ALS SOCIAL PUBLISHING NETWORK
Das Internet hat sich vom reinen Broadcasting-Modell zum Social Media entwickelt. Diese Evolutionsstufe zeichnet sich z.B. durch interessensgebundene Vernetzungen innerhalb einer Gruppe aus. Beispiele sind Foto-Sharing- oder Lifestory-Plattformen. Nur wenn auf allen drei Ebenen – User, Community und Markt – ein Nutzwert generiert werden kann, kann von einer erfolgreichen Social-Media-Anwendung gesprochen werden.
Erfolgskriterien im Social Publishing Jede aussichtsreiche Social-Media-Anwendung muss zunächst einen persönlichen Nutzen schaffen. Bei der FotoSharing-Plattform Flickr besteht dieser in der Verwaltung und Präsentation von Bildern. In einem zweiten Schritt erzeugt Flickr den Nutzen für die Community – indem Wege zur Kommunikation bereitgestellt werden. Auf einer dritten Ebene, der Marktebene, stiftet Flickr den wirtschaftlichen Nutzen: Dritten wird die Möglichkeit eingeräumt, Dienste anzubieten – Druckservices zum Beispiel. Schließlich verwendet Yahoo, der Eigentümer von Flickr, Bilder aus der Community für eigene Travel-Dienste. Der Marktnutzen einer Social-Media-Plattform ist jedoch nicht zwingend mit Transaktionen verbunden, er ist auch in Informationen zu finden. Die Geburt der Lifestorys Die Social-Media-Bewegung hat das Web als einen Ort des gemeinschaftlichen Publizierens erkannt, aber auch als Plattform für die multimediale Produktion von Geschichte(n). Die sogenannten Lifestorys bedienen beide Ausprägungen. Im Die Basis Ende der 90er-Jahre hat man mit dem Begriff Personal (Web) Publishing die Techniken und Tools zusammengefasst, die es ganz normalen Usern ermöglichen, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Die Grenzen zwischen Massenmedium und Privatmedium waren durchbrochen, ein dritter Modus geschaffen. Dieser wird als Meso Media oder eben als Social Media bezeichnet und bietet zahlreiche Möglichkeiten in der Many-to-Many-Kommunikation – via Text, Bild, Video, Audio und Multimedia. Der Konsument der Massenmedien kann somit jederzeit zum Produzenten sozialer Medien werden. deutschen Sprachraum gibt es zwei Vorreiter. Memoloop.de, ein Kölner Social Community Startup, will „die Landkarte der gemeinsamen Erinnerungen“ abbilden. Einestages.de, ein „Spiegel“-Projekt, überlässt die Stoffsammlung den Usern, die redaktionelle Kontrolle behalten sich die Macher vor. Man will „die Leser zu Partnern in einem neuen und einmaligen Projekt“ machen, die zum „Aufbau eines kollektiven Gedächtnisses unserer Geschichte“ beitragen. Die Zielgruppe des Social Publishing ist demnach zum Gutteil deckungsgleich mit den Produzenten der Inhalte: Menschen, die ihre Lebensgeschichte beziehungsweise biografische Auszüge in digitalen (web-basierten) Applikationen erzählen und publizieren. Im Schatten von Facebook entwickelt sich somit ein Typus, der ausgehend vom persönlichen multimedialen Geschichtenerzählen in einem nächsten Schritt die Möglichkeiten des Netzwerkes voll zur Geltung bringt. u