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Publishing Report BERICHT
DER TREND BIN ICH – VOM KONSUMENTEN ZUM MACHER
„Handlungsrelevante Trendforschung auf der Basis von Micro-Trends unterstützt die Kunden von TrendONE, den Zeitgeist zu erfassen und bedeutende Marketingentwicklungen frühzeitig zu erkennen“, so Geschäftsführer Nils Müller. Jörg Oyen sprach mit Sven Tollmien und Daniel Bischoff über die Entwicklungen im Kommunikations- und Medienbereich.
Was ist ein Trend? In der soziologischen Definition ist ein Trend eine Tendenz, eine Richtung, die eine bestimmte Entwicklung ankündigt. Er ist kein zufälliges Phänomen, sondern wird durch eine gewisse Auffassung, von einem „Zeitgeist“ innerhalb der Gesellschaft getragen. Diese gesellschaftlichen Trends und deren Verlauf zu antizipieren und diese Erkenntnisse nutzbar zu machen, ist die große Herausforderung der Trendforschung. Aktuelle Trends im Web 2.0 Soziale Netzwerke sind derzeit das große Web-2.0-Thema. Beispiel Facebook: Dessen Gründer Mark Zuckerberg hat mit dem zweitgrößten Sozialen Netzwerk hinter MySpace eine virtuelle Plattform geschaffen, die sich das ungeschriebene Gesetz zunutze macht, dass jeder jeden über sechs Ecken kennt. Hier kommt der altbewährten Mund-zu-Mund-Propaganda ein neuer Stellenwert zu: Die Mitglieder der Social Networks empfehlen sich untereinander beispielsweise die be-
sten Handwerker in ihrem Umkreis, geben sich Kauftipps oder raten zu diesem oder jenem Rechtsanwalt. Werbeverbote werden auf diese Art umgangen, anerkannte Produkt- und Dienstleistungsberater wie „Öko Test“ oder „Stiftung Warentest“ bekommen plötzlich Konkurrenz von den Konsumenten selbst. Das Problem der Meinungsmache Soziale Netzwerke mutieren also durchaus unbemerkt zu Meinungsmachern. Nicht umsonst wird Web 2.0 auch als Mitmach-Internet bezeichnet. An sich eine gute Idee, doch diese Gestaltungsfreiheit bringt auch Gefahren mit sich. Dürfen beispielsweise Inhalte, die von anonymen Anwendern ins Netz gestellt wurden, modifiziert werden? Ab wann wird ins Persönlichkeitsrecht eingegriffen? Wann müssen Inhalte sogar – zum Schutz der Allgemeinheit – verändert werden? Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei SocialNetwork-Portalen künftig „kostenfrei“ Lektoren à la Wikipedia gibt, die alle Artikel umgehend redigieren, ist bei der
steigenden Anwenderzahl jedenfalls äußerst gering. Das Problem der Markenartikler Unter dem Strich bedeutet das SocialNetwork-System für einen Markenartikler, der seine werbliche Botschaft, seine Produktkommunikationsmaßnahme, als „Recommendation Marketing“ platzieren will: Er wird nur im Sozialen Netzwerk aufgenommen, wenn sich unabhängige Meinungsmacher (Opinion Leaders) der Botschaft annehmen, er seine eigene Meinung authentisch wiedergeben kann und er damit indirekt eine Fangemeinde mit Inhalten versorgt. Der Haken: Die Meinungsmacher sind schwer oder überhaupt nicht steuerbar – unabhängig eben. Dass eine erfolgreiche Platzierung in „ehemals werbefreien“ Web-Communitys wie Facebook trotz einiger Hürden möglich ist, hat Red Bull mit seiner Branded Application „Roshambull“ gezeigt. Die Online-Version des weithin bekannten u
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